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Kreuzgang

Als Fragment eines ehemals dreiflügeligen Kreuzgangs des Benediktinerklosters ist teilweise der westliche Flügel (erstes bis achtes Joch) im Hof der Klosteranlage erhalten. Schon zu Bernwards Zeit gab es einen Kreuzgang, der jedoch im Laufe der Zeit mehrfach verändert wurde. Der heutige fragmentarische Bestand stammt aus der Zeit um 1250. Dass er einst an den Kapitelsaal angrenzte, zeigt ein noch erhaltenes Portal.

Die Bau- und Restaurierungsgeschichte vom frühen 11. Jahrhundert bis zum Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg ist im restaurierten Kreuzgangflügels sehr anschaulich nachzuvollziehen.

Neben Resten ottonischer Wandgliederung, einem romanischen Stufenportal und reicher Bauplastik im frühgotischen Stil sind dort kunstvoll gestaltete Kapitelle zu sehen.

Besondere Bedeutung haben die „Drachenrippe“ zwischen dem siebten und achten Joch sowie das „Weltgericht“ vor dem Eingang zum Kapitelsaal. Aber auch die Schlusssteine und mit filigranen Mustern verzierte Kapitelle, ausdrucksstarke Figuren und Köpfe an den Gewölberippen und die äußere Arkadenwand sind eindrucksvolle Zeugnisse kunsthandwerklichen Könnens früherer Generationen.

Nach umfassender Bestandsaufnahme, wissenschaftlicher Auswertung, sachgemäßer Sanierung und Schutzmaßnahmen vor schädlichen Umwelteinflüssen erhielt der Kreuzgang im Jahr 2000 eine gläserne Schutzfassade zum Innenhof.