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Die Tintenfassmadonna

Die als „Tintenfassmadonna“ bezeichnete Marienstatue ist die Patronin des Mariendoms. Sie wurde um 1430 von einem unbekannten niedersächsischen Bildhauer in gotischer S-Form aus Eichenholz geschnitzt. Mutter und Sohn blicken mit anmutigen Gesichtern auf den Betrachter herab. Ihre stattliche Größe von 1,80 Meter und die seltene Darstellungsform beeindrucken Besucher und Fachwelt. Während Maria im linken Arm ihren mit Schreibfeder und Schreibrolle ausgestatteten Sohn trägt, reicht sie ihm mit ihrer rechten Hand ein Tintenfass. Eine Variante, das Motiv des schreibenden Christuskindes zu deuten ist die, dass Christus schon als Kind über göttliche Weisheit verfügte. 500 Jahre lang schmückte die „Tintenfassmadonna“ den alten Sitzungssaal des Domkapitels. Von 1960 bis zum Beginn der Sanierungsarbeiten im Dom hatte sie ihren Platz am rechten Pfeiler des Aufgangs zum Hochaltar. Frisch restauriert ist sie seit 2014 am linken Pfeiler vor der Chorvierung zu sehen.

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