Skip to content

Die Irmensäule

Die Irmensäule ist eine imposante freistehende Säule aus dem 11. Jahrhundert. Bischof Hezilo soll sie in die Ausstattung des Doms eingefügt haben. Der zwei Meter hohe Säulenschaft besteht aus Kalksinter und trug ursprünglich vermutlich die Osterkerzen. Eine, wie eine Tropfschale gestaltete, Blätterkrone aus vergoldetem Kupfer ist bis heute erhalten. Die Säule wird von einer silbernen Marienfigur gekrönt, die 1741 von Paul Jobst Syri, einem Hildesheimer Goldschmied, gefertigt wurde. Die Mariensäule stand in der Mitte des Domes vor dem Kreuzaltar vor den Stufen der Vierung. Nach dem Wiederaufbau hatte sie ihren Platz auf der nördlichen Querhausempore. Nun ist sie in den Hochchor gerückt worden, wo sie den Abschluss der Blickachse von der Bernwardtür bis zur Apsis bildet. Statt der Marienfigur ist sie nun von einem Bergkristallkreuz gekrönt - dem zentralen Symbol des Christentums.

Einer Legende aus dem 17. Jahrhundert zufolge soll das Postament der Säule aus dem Kernstück einer „Irminsul“ bestehen. Daher kommt auch ihr Name Irmin- oder Irmensäule. Die Legende bringt das Stück mit Karl dem Großen und einer sächsischen Kultsäule in Verbindung.

< zurück