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Auf den Spuren der Bischöfe

Den Hildesheimer Mariendom zu besuchen, das bedeutet, sich zum Ursprung Hildesheims und des Bistums zu begeben. Die Spuren von 1200 Jahren Geschichte sind hier ebenso zu entdecken wie Legenden, die sich im wahrsten Sinne des Wortes um den Ort ranken, an dem der Dom erbaut wurde. Denn es soll ein Rosenstock gewesen sein, der Kaiser Ludwig den Frommen um 815 veranlasste, eine erste Kapelle an dieser Stelle zu errichten. Die Legende erzählt, dass sich das von Ludwig in die Zweige gehängte Marienreliquiar nicht mehr vom Strauch lösen ließ – für ihn ein göttliches Zeichen um hier sein neues Bistum zu gründen. Bis heute blüht der Rosenstrauch in jedem Frühjahr und schmückt die an der Apsis des Doms mit seiner zartrosa Blütenpracht.

Über 1200 Jahre Geschichte formten das Gesicht des Doms, der von Anfang an Bischofssitz war: Er präsentierte sich im Lauf der Jahrhunderte in verschiedenen Größen, wechselnder Gestalt und mit unterschiedlicher, zunehmend reicher werdender Ausstattung. Zweimal wurde der Dom zerstört: Ein Feuer im 11. Jahrhundert und Bomben am Ende des Zweiten Weltkriegs vernichteten ihn bis fast auf die Grundmauern. Der kostbare Domschatz blieb erhalten, weil er ausgelagert wurde. Die Kathedrale wurde im romanischen Baustil wiedererrichtet. 1985 nahm die UNESCO Dom und Domschatz zusammen mit St. Michaelis in ihre Welterbe-Liste auf.